Make, früher Integromat, ist eine visuelle Automatisierungsplattform für Szenarien zwischen Apps, APIs, Datenquellen und internen Prozessen. Der Reiz liegt im Editor: Verzweigungen, Filter, Fehlerpfade und Datenmapping bleiben sichtbar, statt in unsichtbaren Hintergrundregeln zu verschwinden.

Aktualisierung 2026: Was sich jetzt lohnt zu prüfen

Make bleibt 2026 stark, wenn Automationen visuell geplant, verzweigt und debuggt werden müssen. Szenarien, Router, Webhooks, Datenmapping, Fehlerpfade, App-Module und KI-Schritte lassen sich sehr transparent kombinieren, was bei komplexeren Integrationen oft greifbarer ist als reine Formular-Automation.

Der aktuelle Prüfpunkt ist Wartbarkeit: Sind Szenarien benannt, versioniert, dokumentiert und mit klaren Fehlerwegen versehen? Make kann viel Logik ohne Code abbilden, aber produktive Workflows brauchen trotzdem Tests, Zuständigkeiten und Kostenkontrolle pro Operation.

Für wen ist Make (ehemals Integromat) geeignet?

Make richtet sich an Einzelpersonen, kleine und mittelständische Unternehmen sowie Teams, die ihre Arbeitsabläufe effizienter gestalten möchten. Besonders geeignet ist das Tool für:

  • Marketing- und Vertriebsteams, die Daten aus verschiedenen Quellen zusammenführen wollen.
  • Entwickler und IT-Profis, die komplexe Integrationen und Automatisierungen umsetzen.
  • Freelancer und Selbstständige, die repetitive Aufgaben automatisieren möchten.
  • Unternehmen, die ohne großen technischen Aufwand verschiedene Cloud-Dienste verbinden möchten.

Die Plattform ist ideal für Nutzer, die flexible und skalierbare Automatisierungen suchen und dabei Wert auf eine visuelle, intuitive Bedienung legen.

Typische Einsatzszenarien

  • Leads, Formulare oder Supportanfragen zwischen CRM, Tabellen und Benachrichtigungen verteilen.
  • Rechnungs-, E-Mail- oder Dokumentenprozesse mit klaren Fehlerpfaden automatisieren.
  • Webhooks und API-Module nutzen, wenn Standardintegrationen nicht ausreichen.
  • KI-Schritte in Automationen einbauen, ohne den gesamten Ablauf in Code zu verlagern.

Was im Alltag wirklich zählt

Im Alltag zählt bei Make vor allem Wartbarkeit. Ein Szenario kann schnell wachsen: ein Router hier, ein Iterator dort, dazu Fehlerhandler, Scheduler und Datenformatierungen. Gute Benennung, Kommentare, Testdaten und eine klare Owner-Rolle sind deshalb keine Kür.

Praktisch ist Make vor allem, wenn der Prozess schon halbwegs verstanden ist. Wer einen chaotischen Ablauf automatisiert, bekommt meist nur einen schnelleren chaotischen Ablauf.

Illustration zu Make: Automationsmodule, Filter und Ausgabepfade verbinden Arbeitsschritte

Hauptfunktionen

  • Visueller Workflow-Editor: Drag-and-Drop-Oberfläche zum Erstellen und Anpassen von Automatisierungen.
  • Breite Integration: Unterstützung von hunderten Apps und Diensten wie Google Workspace, Slack, Shopify, Airtable u.v.m.
  • Automatisierte Datenverarbeitung: Extrahieren, transformieren und laden (ETL) von Daten zwischen verschiedenen Quellen.
  • Fehlerbehandlung & Wiederholungen: Automatische Erkennung und Behebung von Fehlern in Workflows.
  • Zeit- und Ereignisgesteuerte Automatisierungen: Workflows können zeitlich oder durch bestimmte Ereignisse ausgelöst werden.
  • API- und HTTP-Module: Ermöglichen individuelle Verbindungen zu Diensten ohne vorgefertigte Integrationen.
  • Team-Kollaboration: Gemeinsame Nutzung und Bearbeitung von Szenarien im Team.
  • Monitoring und Protokollierung: Echtzeit-Überwachung von Workflows und detaillierte Berichte.
  • Freemium-Modell: Einstieg mit kostenlosem Plan und Upgrade-Möglichkeiten für mehr Kapazitäten und Funktionen.

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • Intuitive, visuelle Gestaltung von Automatisierungen ohne Programmierkenntnisse.
  • Umfangreiche App-Integration für vielfältige Anwendungsmöglichkeiten.
  • Flexibles Freemium-Modell mit gutem Einstieg.
  • Leistungsfähige Fehlerbehandlung und Wiederholungsmechanismen.
  • Skalierbar von einfachen bis zu komplexen Workflows.
  • Gute Dokumentation und Community-Support.

Nachteile

  • Komplexe Szenarien können eine gewisse Einarbeitungszeit erfordern.
  • Kosten für höhere Pläne können je nach Nutzung schnell steigen.
  • Manche Integrationen erfordern technisches Verständnis.
  • Begrenzte Offline-Funktionalität, da cloudbasiert.

Workflow-Fit

Make passt am besten zu wiederkehrenden Prozessen mit klaren Auslösern, überschaubaren Ausnahmen und messbarem Ergebnis. Besonders stark ist es, wenn Fachabteilungen Abläufe verstehen sollen, ohne jede Änderung an Entwickler zu übergeben.

Vor produktiven Szenarien sollten Fehlerwege, Limits, Kosten pro Operation und Zugriff auf verbundene Konten dokumentiert sein. Sonst wird Make leicht zur kritischen Infrastruktur, die niemand wirklich besitzt.

Datenschutz & Daten

Vor dem Einsatz sollte geklärt werden, welche Daten in Make (ehemals Integromat) landen und ob Modellantworten, Trainingsdaten, Prompts und Nutzerfeedback betroffen sind. Je sensibler die Inhalte, desto wichtiger sind Rollenrechte, Aufbewahrungsfristen, Exportmöglichkeiten und eine dokumentierte Entscheidung, welche Informationen bewusst draußen bleiben.

Für Teams in Europa ist bei Make (ehemals Integromat) außerdem relevant, ob Verträge zur Auftragsverarbeitung, Standortangaben und Löschprozesse ausreichend transparent sind. Diese Prüfung ersetzt keine Rechtsberatung, verhindert aber typische Blindflüge bei der Einführung von Make (ehemals Integromat).

Redaktionelle Einschätzung

Unsere Empfehlung: mit einem konkreten Anwendungsfall starten, Erfolgskriterien notieren und nach zwei bis vier Wochen prüfen, ob Make (ehemals Integromat) wirklich Zeit spart oder nur neue Pflegearbeit erzeugt. So bleibt die Entscheidung nüchtern, auch wenn die Featureliste lang ist.

Preise & Kosten

Make bietet ein Freemium-Modell an, das einen guten Einstieg mit grundlegenden Funktionen ermöglicht. Die kostenlosen Pläne enthalten oft eine begrenzte Anzahl an Operationen und Szenarien pro Monat. Für größere Teams oder umfangreichere Automatisierungen gibt es verschiedene kostenpflichtige Abonnements, die je nach Anbieter und Plan unterschiedlich viele Operationen, schnellere Ausführungen und erweiterten Support bieten. Preise und enthaltene Leistungen können variieren, daher empfiehlt es sich, die aktuellen Konditionen direkt auf der Anbieter-Webseite zu prüfen.

Passende Ratgeber

FAQ

1. Brauche ich Programmierkenntnisse, um Make zu nutzen? Nein, Make bietet eine visuelle Oberfläche, die es auch Nutzern ohne Programmierkenntnisse ermöglicht, Automatisierungen zu erstellen. Für komplexere Szenarien kann technisches Verständnis hilfreich sein.

2. Welche Apps kann ich mit Make verbinden? Make unterstützt hunderte Apps und Dienste, darunter beliebte Tools wie Google Workspace, Slack, Shopify, Airtable, Dropbox und viele mehr. Die Liste wächst kontinuierlich.

3. Wie funktioniert das Freemium-Modell? Im kostenlosen Plan sind meist eine begrenzte Anzahl an Operationen und Szenarien enthalten. Für mehr Kapazitäten und Funktionen können kostenpflichtige Pläne gebucht werden.

4. Ist Make sicher für geschäftliche Daten? Make nutzt verschlüsselte Verbindungen und hält sich an branchenübliche Sicherheitsstandards. Für den Umgang mit sensiblen Daten sollten Sie dennoch die jeweiligen Datenschutzrichtlinien prüfen.

5. Kann ich Make mit eigenen APIs verbinden? Ja, über HTTP-Module und API-Integrationen können individuelle Verbindungen zu Diensten hergestellt werden, die nicht standardmäßig unterstützt werden.

6. Gibt es eine Möglichkeit, Workflows zu überwachen? Make bietet Monitoring- und Protokollierungsfunktionen, mit denen Sie die Ausführung Ihrer Automatisierungen in Echtzeit verfolgen können.

7. Wie schnell werden Automatisierungen ausgeführt? Die Ausführungsgeschwindigkeit hängt vom gewählten Plan und der Komplexität der Workflows ab. Höhere Pläne bieten oft schnellere Intervalle und mehr parallele Ausführungen.

8. Kann ich Make im Team nutzen? Ja, Make unterstützt Team-Funktionen, sodass mehrere Nutzer gemeinsam an Automatisierungen arbeiten und Szenarien teilen können.